Alles im Griff, bei der eigenen Hochzeit, ganz unkonventionell und traditionell. Mit einem Heiratsantrag, nachdem die ganze Hochzeit schon durchgeplant war.
Angelika Schöpf, Lehrerin aus Gebenbach und Michael Leitl, Maschinenbauingenieur aus Schnaittenbach haben sich am vergangenen Samstag auf dem Standesamt in Schnaittenbach und danach in der Wallfahrtskirche auf dem Mausberg das Jawort gegeben. Familie Freunde und etwa hundert Musikerkollegen aus drei Orchestern feierten mit ihnen diesen unvergesslichen Tag.
Kennengelernt haben sich die beiden über gemeinsame Fahrten und Auftritte beidseitiger Musikvereine, der Blasmusik Gebenbach und Ehenbachtaler Blaskapelle. Auch beim Feiern auf den heimischen "Kirwan" kam man sich näher. Natürlich redet man ja mal übers heiraten, aber tatsächlich kam der Heiratsantrag erst nachträglich, nachdem Termin, Kirche, Pfarrer, Band und Location bereits gebucht waren, meinte Angelika.
Ein großes Anliegen war den Brautleuten, möglichst viel selbst, entsprechend ihren Wünschen vorzubereiten. Außerdem wünschten sie sich eine bodenständige Hochzeit. Für das Brautpaar hatte es eine ganz große Bedeutung, dass nahezu alles rund um die Hochzeit aus eigener Hand kam, bzw. aus den Händen von Freunden und Bekannten. Angefangen bei der musikalischen Gestaltung beim Standesamt durch die Geschwister, die Priester, welches beide Onkel der Braut sind, dem Blumenschmuck und die vielen Leckereien von Familie und Freunden.
Da sowohl Angelika als stellvertretende Dirigentin der Blasmusik Gebenbach, als auch Michael als Vorstand der Ehenbachtaler Blaskapelle, mit Leib und Seele in der Blasmusik verwurzelt sind war klar, dass ein Orchester bei der Hochzeit spielen wird. Dieses haben sie selbst zusammengestellt mit Musikern aus insgesamt drei Vereinen, in denen sie aktiv sind (EBK Schnaittenbach, Blasmusik Gebenbach, Naabtaler Musikanten). Die Stückauswahl war ihnen auch sofort klar. Zum Einzug die „Jupiterhymne“ von Gustav Holst, zudem ein „Coldplaymedley“ und ein speziell arrangiertes Musikstück „The Flood“. Auch die Königin der Instrumente, nämlich die Orgel sollte erklingen und die Gäste durch mitsingen beteiligen. Nicht lange überlegen musste das Brautpaar auch, wo die kirchliche Trauung stattfindet. Die Mausbergkirche ist laut der Braut die schönste Bergkirche im ganzen Landkreis und als gebürtige „Gembeckerin“ fühlt sie sich besonders mit dieser Kirche verbunden. Zudem sei es auf dem Mausbergfest vor zwei Jahren ganz offiziell geworden, dass sie zusammenkamen. Könnte es daher für die Trauung einen schöneren Ort geben?
Als Kleidung hatten sich die beiden bodenständigen Brautleute für die bayerische Tracht entschieden. Zum einen sei diese bequem und zeitlos. Außerdem könne man sie auch danach wieder anziehen.
Unmittelbar nach der Hochzeitsmesse ging es zum Feiern in den wunderschönen Kirwastodl nach Steiningloh, wo schon die Musiker aus den drei Blaskapellen, der Projektchor Gebenbach, die Band „EVIVA“, die Fahnenschwinger Gebenbach und die Freiwillige Feuerwehr Gebenbach mit einem Empfangsspalier aufwarteten.
Als Band für das Fest musste natürlich eine Kirwaband her. Zur Band „Wöidarawöll“, gab es wieder einen persönlichem Bezug durch bekannte Musiker.
An Flitterwochen wird erstmal nicht gedacht. Auch unsere Heimat sei sehr schön und Zuhause wolle das Brautpaar die Eindrücke der Hochzeit noch in Ruhe nachwirken lassen. Außerdem geht es für die Lehrerin bereits am Montag gleich wieder in die Schule.
Fotograf / Urheber Bilder:
Wolfgang Schöpf
Wolfgang Schöpf
Aktuelle Meldungen
Kreisverband Amberg-Sulzbach
Kreiskonzert 2026: Das Kreisorchester Amberg-Sulzbach
Neuer Bestwert: 51 Musikerinnen und Musiker aus 15 Vereinen proben ab dem 27.09. für das Kreiskonzert am Sonntag, 25.10.2026, um 17:00 Uhr in der Schulturnhalle Schmidmühlen. Anlass ist "50 Jahre Blaskapelle St. Ägidius Schmidmühlen". Der Eintritt ist frei.
Musik verbindet erneut zwei Menschen Angelika Schöpf und Michael Leitl geben sich auf dem Mausberg
Bezirk: Oberpfalz - Kreisverband: Amberg-Sulzbach
Bildnachweise:
© NBMB


