Junge Blasmusiker sorgen für Begeisterung beim Abschlusskonzert

Quelle: Bezirk Unterfranken, 09.08.2026
Gemeinsam stark im Klang: Das Orchester der Bläserwoche mit seinem lächelnden Dirigenten André Degand nach einem gelungenen Abschlusskonzert in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg.

Vom 4. bis zum 9. August wurde die Bayerische Musikakademie Hammelburg zum Treffpunkt für junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Unterfranken. Im Rahmen der diesjährigen Bläserwoche kamen insgesamt 53 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren zusammen, um gemeinsam zu musizieren, ihr Können zu vertiefen und vor allem eines zu erleben: die Freude am gemeinsamen Klang.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus verschiedenen Musikvereinen in ganz Unterfranken. Voraussetzung für die Teilnahme waren ein Ausbildungsstand etwa auf dem Niveau des D1-Abzeichens beziehungsweise rund vier Jahre Instrumentalunterricht. So trafen in Hammelburg junge Musikerinnen und Musiker aufeinander, die eines verband: die Begeisterung für die Blasmusik und die Lust, gemeinsam über die eigenen musikalischen Grenzen hinauszuwachsen.

Geleitet wurde die Bläserwoche von André Degand und Tanja Domes. André Degand übernahm zugleich die musikalische Leitung des Orchesters. Gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitete er in den intensiven Tagen ein abwechslungsreiches Konzertprogramm, das am Ende eindrucksvoll unter Beweis stellte, wie viel musikalische Energie in einem jungen Orchester stecken kann.

Bereits am 8. August konnten die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Können bei einem öffentlichen Standkonzert auf der Märchenwiese auf der Wasserkuppe präsentieren. Den krönenden Abschluss der Bläserwoche bildete schließlich das große Abschlusskonzert am Sonntag, 9. August, im Innenhof der Bayerischen Musikakademie Hammelburg.

Vom Ensembleklang bis zum großen Orchester

Den Auftakt des Konzerts gestalteten verschiedene Ensembles. Das Blechbläserensemble eröffnete mit Henry Purcells „Trumpet Tune“ und „One Day in Your Life“. Es folgte das Holzensemble mit „Green Sleeves“, bevor das Klarinettenensemble mit „Yellow Submarine“ der Beatles für einen besonderen Farbtupfer sorgte. Das Saxophonensemble nahm das Publikum mit „In a Small World“ auf eine musikalische Reise, während das Schlagzeugensemble mit „Alla Samba“ für rhythmische Energie im Innenhof sorgte.

Die Darbietungen wurden vom Publikum mit frenetischem Applaus belohnt. Doch damit war der musikalische Höhepunkt des Vormittags noch lange nicht erreicht.

Anschließend nahm das Gesamtorchester Platz – und spätestens jetzt war zu spüren, was in den vergangenen Tagen gemeinsam gewachsen war. Mit „Jubilance“ von Mark Williams Swearingen, „The Legend of Castle Armagh“ von Patrick Murtha, „Latin Woods“ von Bürki sowie „Zauberland“ von Klaus Gäble präsentierten die Jugendlichen ein vielseitiges Programm, das eindrucksvoll ihre musikalische Entwicklung zeigte.

Ein besonderer Höhepunkt war „A Tribute to Lionel“ von André Waignein. Als Solist am Vibraphon begeisterte Celio Tchofo das Publikum mit seinem hervorragenden Spiel und setzte damit einen besonderen Glanzpunkt im Konzert.

Für sommerliche Stimmung sorgte anschließend „Latin Gold“ von John Wasson. Mit „Tequila“, „Oye Como Va“ und „La Bamba“ brachte das Orchester lateinamerikanisches Flair nach Hammelburg. Beim berühmten „Tequila“-Ruf wurde kurzerhand das Publikum zum Mitmachen eingeladen – und ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen. 

Den offiziellen Schlusspunkt setzte der „Fliegermarsch“ von Hermann Dostal. Doch an diesem Vormittag wollte niemand das junge Orchester so einfach von der Bühne lassen.

Standing Ovations für die jungen Musiker

Der lang anhaltende Applaus steigerte sich schließlich zu Standing Ovations. Die Begeisterung des Publikums sprach eine deutliche Sprache: Diese Bläserwoche hatte musikalische Spuren hinterlassen.

Und natürlich durfte ein Orchester bei einem solchen Empfang nicht ohne Zugabe gehen. Mit „On Fire“ von Michael Geisler setzte das Ensemble einen schwungvollen und energiegeladenen Schlusspunkt unter ein Konzert, das noch lange nachklingen dürfte.

Zum Ende der Veranstaltung wurden außerdem mehrere Musikerinnen und Musiker für ihre bereits fünfmalige Teilnahme an der Bläserwoche mit Urkunden ausgezeichnet. Damit wurde nicht nur ein besonderes Engagement gewürdigt, sondern auch die Verbundenheit mit einer musikalischen Veranstaltung, die jungen Menschen seit Jahren die Möglichkeit gibt, gemeinsam zu lernen, zu wachsen und die Freude an der Musik zu teilen.

Die Bläserwoche in Hammelburg endete damit nicht nur mit einem musikalischen Feuerwerk, sondern vor allem mit vielen strahlenden Gesichtern. 53 junge Musikerinnen und Musiker hatten in diesen Tagen erfahren, was entstehen kann, wenn aus vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Klang wird.