Erfolgreicher Messeauftritt von NBMB und NBBJ auf der »akustika« in Nürnberg

2025 geht’s weiter

Quelle: Pressemitteilung bearbeitet durch Martin Hommer, 14.03.2023
Ein junges Mädchen steht staunend vor einem großen Glücksrad.
Am Messestand der beiden Verbände war einiges geboten: Ein Glücksrad, Instrumenten-Tattoos und eine Foto-Box.

Rund 10 300 Besucher:innen kamen an drei Tagen in die Messe Nürnberg, um die Angebote der »akustika« zu entdecken. Auf vier Ebenen wurde im NCC Ost das Instrumentenbau-Handwerk in all seinen Facetten präsentiert und natürlich fleißig musiziert. Mittendrin statt nur dabei waren auch der NBMB und die Nordbayerische Bläserjugend.

Auf vier Ebenen präsentierten zur »akustika« 218 Aussteller aus 19 Ländern Streich-, Blech- und Holzblasinstrumente sowie Tasteninstrumente. Mit dabei war ein Angebot an weiteren Instrumenten, Zubehör, Materialien sowie Dienstleistungen und Noten. Auch Musikschulen, Hochschulen und Verbände waren als Ansprechpersonen für Musiker:innen mit vor Ort.

Einen großen und stark frequentierten Messeauftritt hatten auch der Nordbayerische Musikbund und die Nordbayerische Bläserjugend. »Unser Ziel war es, auch Menschen außerhalb der Blasmusikszene mit unseren Inhalten zu erreichen«, erklärt Verbandsgeschäftsführer Andreas Kleinhenz. Dass das Ziel erreicht wurde, war bereits auf der Messe zu sehen, denn zahlreiche Menschen waren im NCC Ost der Messe Nürnberg mit den musikalischen Tattoos der Bläserjugend zu sehen. Auch die Foto-Box am Messestand war sehr beliebt: Vor den verschiedenen Hintergründen wurden dank Greenscreen 332 Fotos und 64 Boomerang-Videos gemacht. Die beiden Verbände erreichten das Messepublikum aber nicht nur an ihrem Gemeinschaftsstand im dritten Stock der Messehalle, sondern auch mit mehreren Auswahlensembles auf den verschiedenen Bühnen der Veranstaltung. Kreis- und Bezirksorchester waren ebenso vor Ort wie das Orchester WiBraPhon. Besondere Highlights waren die Konzerte der inklusiven Lebenshilfe-Blaskapelle Augsfeld und des Klarinettenorchesters des NBMB Bezirk Unterfranken. Auch das Nordbayerische Jugendblasorchester, das seine jährliche Frühjahrsarbeitsphase in diesem Jahr wieder ins Zeichen der Nürnberger Musikmesse stellte, war auf der Messebühne zu Gast.

Gastdirigent dieser Arbeitsphase war Timo Oliver Chadik, der im Hauptberuf die Big Band der Bundeswehr leitet und zuvor auch Musikkorps mit sinfonischer Blasmusikbesetzung geleitet hat. Er hatte ein unterhaltsames, aber auch forderndes Programm für das NBJBO ausgewählt und innerhalb kürzester Zeit mit den jungen Musikerinnen und Musikern einstudiert. »Er hat einfach so eine positive Ausstrahlung«, schwärmte eine Musikerin. Tatsächlich brachte Chadik auch in wuchtige Werke wie Philip Sparkes »Hymn of the Highlands« durch sein Dirigat eine große, beinahe tänzerische Leichtigkeit. Teil des Konzertprogramms war auch Alexander Wurz, der als Solist am Tenorhorn glänzte. Das Nordbayerische Jugendblasorchester war für diese Arbeitsphase stark verjüngt worden: Etwa ein Viertel der Musikerinnen und Musiker feierte sein NBJBO-Debüt – der Qualität des Orchesters tat dies indes keinen Abbruch. Schade war in diesem Zusammenhang allenfalls, dass die »Atrium Stage«, auf der das Orchester spielte, bei Weitem nicht ausreichend Platz für die vielen Interessierten bot, die sich in dichten Trauben vor den geöffneten Türen des Saals drängten.

Ein Hauptanliegen des Nordbayerischen Musikbundes und der Nordbayerischen Bläserjugend lag in diesem Jahr auf den Musikberufen. Zu diesem Thema hatten die beiden Verbände eigens ein Magazin im »Blasmusik in Bayern«-Layout erstellt, das jungen Leuten einige Möglichkeiten und Ausbildungswege aufzeigte, wie sie ihr Hobby »Musik« zum Beruf machen können. »Als Blasmusiker brauchen wir nicht nur Komponisten oder Dirigenten, sondern wir brauchen auch Ausbilder, Musiklehrer in Schulen und nicht zuletzt Handwerker, die dafür sorgen, dass wir anständige Musikinstrumente zur Verfügung haben«, erklärt Kleinhenz den Ansatz der Ausbildungsinitiative. Zu dieser Initiative gehörte auch die Einrichtung einer »Education-Corner«, in der sich die Musikhochschulen aus Nürnberg und Würzburg sowie die vier nordbayerischen Berufsfachschulen für Musik präsentierten – gleich neben dem NBMB/NBBJ-Stand.

Die Bildungseinrichtungen zeigten sich recht zufrieden mit dem Messeauftritt. Viel los sei vor allem am Freitag gewesen, als ganze Schulklassen die Musikmesse »akustika« besucht hatten. »Natürlich hat sich von den Schülern niemand direkt angemeldet«, schmunzelte der Leiter einer Berufsfachschule. »Aber die eine oder der andere wird sich sicher zu gegebener Zeit an die Berufsfachschulen erinnern.« So ein Messeauftritt hat eben auch einen nachhaltigen Ansatz. Prof. Rainer Kotzian, der Präsident der Hochschule für Musik Nürnberg, betonte, dass auch für »seine« Studentinnen und Studenten die Messe ein großer Gewinn gewesen sei, denn sie hätten ein Experiment auf die Beine gestellt und nicht zuletzt ihr eigenes Netzwerk beispielsweise mit guten Kontakten zu Herstellern erweitern können.

Ein Orchester und ein Tenorhorn-Solist geben ein Konzert vor Publikum.
Das Nordbayerische Jugendblasorchester musizierte gemeinsam mit Tenorhorn-Solist Alexander Wurz.
Ein Orchester in Tracht gibt ein Konzert.
Auch viele Kreis- und Bezirksorchester des NBMB gaben Konzerte auf der akustika - so auch das Bezirksjugendorchester Oberpfalz.

»akustika«-Projektleiter Maik Heißer freute sich über das positive Feedback der Aussteller – auch die Instrumentenhersteller und andere Anbieter hatten sich sichtlich zufrieden über ihren Messeauftritt geäußert: »Nach der ersten Messe im vergangenen Jahr haben wir intensiv daran gearbeitet, die ›akustika‹ auf ein neues Niveau zu heben. Ein großer Dank geht an alle Aussteller, die sich hier beteiligt und uns das Vertrauen geschenkt haben. Danke auch an alle Partner, die die ›akustika‹ unterstützt haben und an alle Musiker für ihre tollen Präsentationen auf den vier Bühnen. Wir freuen uns auf die nächste ›akustika‹ 2025!«

Die beiden Geschäftsführer des Messeveranstalters AFAG, Henning und Thilo Könicke, ziehen ein positives Fazit: »Es hat wirklich Spaß gemacht auf der ›akustika‹ und es gab einige bewegende Momente mit tollen Konzerten, engagierten Präsentationen und individuellen Beratungen. Wir haben mit der ›akustika‹ eine tolle Branche näher kennengelernt und freuen uns, dieser Branche auch zukünftig eine Heimat zu bieten, einen Ort für Instrumentenbauer, Musiker und Musikinteressierte. Deswegen freuen wir uns, dass es bereits im kommenden Jahr mit der ›akustika‹ weitergeht. Gemeinsam mit dem fachlichen Beirat haben wir die Entscheidung getroffen, die nächste ›akustika‹ im Frühjahr 2025 in Nürnberg zu veranstalten.«

Zwei Männer und eine Frau stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera.
Auch Verbandsjugendleiter Simon Scheiring und NBMB-Präsident Manfred Ländner waren natürlich am Messestand vertreten.

Handwerklicher Instrumentenbau im Fokus

In allen Angebotsbereichen der »akustika« – Streich-, Blech- und Holzblas- sowie Tasteninstrumente – war die Nachfrage groß; die Instrumentenbauer:innen erlebten großes Interesse an ihren handwerklich gefertigten Instrumenten. Die Konzerte sorgten für zahlreiche Highlights an den drei Messetagen. Workshops für Musiker:innen und Instrumentenbauer:innen bereicherten das Angebot an allen Tagen.

Christoph Endres, Geschäftsführer von »Blech In Nürnberg« und Bundesinnungsmeister im Bundesinnungsverband für das Musikinstrumenten-Handwerk, zeigt sich als fachlicher Partner mit der »akustika« Nürnberg mehr als zufrieden: »Das Ambiente ist fantastisch, die Aussteller möchten wiederkommen. Das Konzept mit den einzelnen Räumen auf mehreren Ebenen ist aufgegangen. Als Aussteller waren wir von der Menge der Besucher überwältigt; wir hatten am Stand viel zu tun. Die Besucher wissen das Angebot zu schätzen, nutzen die fachlichen Beratungsmöglichkeiten und lassen sich von Neuheiten begeistern. Am Tag des Handwerks konnten 140 Schüler aus drei Gymnasien bei Arbeitsproben erste praktische Erfahrungen sammeln. Die Verleihung des Deutschen Musikinstrumentenpreises wurde im Beisein von Bundestags-Vizepräsidentin Yvonne Magwas und Oberbürgermeister Marcus König gewürdigt. Auch mit dem Eröffnungsredner Prof. Martin Maria Krüger, dem Präsidenten des Deutschen Musikrats, wurde eine Intensivierung der Zusammenarbeit vereinbart, ebenso wie mit den Berufsfachschulen für Instrumentenbau und Musik, um ein zukunftsweisendes Netzwerk für den Nachwuchs entstehen zu lassen.«

Die nächste »akustika« findet im Frühjahr 2025 statt – wiederum im NCC Ost der Messe Nürnberg. »Ich gehe fest davon aus, dass wir auch im kommenden Jahr wieder dabei sind«, erklärt Andreas Kleinhenz. »Im April findet ein gemeinsames Treffen mit der Messeleitung und weiteren Mitgliedern des Kompetenzteams der akustika statt. Hier werden wir u.a. neue Möglichkeiten unserer Präsenz ausloten und anschließend zeitnah in die weitere Planung und Koordination einsteigen.«

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