Solo- und Kammermusik-Wettbewerb 2026

Musikalische Spitzenleistungen und begeisternde Nachwuchstalente des NBMB

Quelle: Ines Scheuring

Auch in diesem Jahr fand wieder der concertino-Wettbewerb des Bayerischen Blasmusikverbandes statt. Diesmal konnten Solistinnen und Solisten sowie Kammermusik-Ensembles teilnehmen und Nordbayern auf bayerischer Ebene vertreten. Und das gelang beim Landesentscheid am 21. März 2026 in Ansbach eindrucksvoll: Aus dem Nordbayerischen Musikbund kommen zehn Landessieger – zwei davon sogar mit der Traumbewertung von 100 Punkten.

Der Wettbewerb startete für die nordbayerischen Nachwuchstalente Anfang 2026 beim Verbandsentscheid in Bamberg. Hier präsentierten die Teilnehmenden ihr Wettbewerbsprogramm erstmals vor einer Jury und konnten sich so optimal auf den Landesentscheid vorbereiten. Dann war es so weit: Am 21. März traf sich der blasmusikalische Nachwuchs aus ganz Bayern im Ansbacher Gymnasium Carolinum, um ein weiteres Mal vor der Wettbewerbsjury ihr Können zu präsentieren. Aus dem Nordbayerischen Musikbund stellten sich dieser Herausforderung 16 Solistinnen und Solisten sowie sechs Ensembles – und das mit durchweg ausgezeichnetem Erfolg. Alle Teilnehmenden erreichten 91 oder mehr Punkte. Tanja Domes, Landesbeauftragte für musikalische Wettbewerbe des Bayerischen Blasmusikverbandes, hob das hohe musikalische Niveau hervor: „Der Wettbewerb hat gezeigt, wie viel Potenzial in unseren jungen Musikern steckt – gerade die Ensembles haben durchweg tolle Vorträge gezeigt.“

Traumbewertung: 100 von 100 möglichen Punkten

Für den Klarinettisten Nils Pilgram vom Musikverein Gundelsheim und der Kreismusikschule Bamberg endete der Wettbewerbstag mit einem Traumergebnis: 100 von 100 möglichen Punkten. Und auch Aurelia Rauch vom Jugendblasorchester Pödeldorf sowie der Bamberger Musikschule konnte sich mit ihrem Saxophon sogar bei beiden Wettbewerbsstationen die vollen 100 Punkte erspielen. Für die junge Saxophonistin, die bereits im Vorjahr erfolgreich teilgenommen hatte, stand neben dem Wettbewerbsgedanken vor allem die Freude am Musizieren im Mittelpunkt: „Mir macht es Spaß vorzuspielen und mich mit anderen Musikerinnen und Musikern zu messen.“ Gleichzeitig bedeutete die Vorbereitung eine intensive Phase: „Ich habe mehr geübt als sonst. Manchmal war es schon stressig, die Zeit neben der Schule zu finden.“ Dennoch habe die Freude stets überwogen.

 

Besonders positiv hebt sie die Atmosphäre während des Wettbewerbs hervor: „Beide Wettbewerbe waren sehr gut organisiert und die Jury war wirklich nett und konnte mir gute Tipps geben.“ Auch die Wertungsbekanntgabe habe einen besonderen Rahmen geboten: „Ich durfte als Landessiegerin noch einmal das Stück ‚Libra‘ von Berry Cockcroft vorspielen. Für uns gab es tolle Geschenke – ich liebe meine irische Tiny Whistle sehr!“ Der Umgang mit der Auftrittssituation sei eine wertvolle Erfahrung gewesen. Lampenfieber habe sie zwar gespürt, „aber als ich den Wertungsraum betreten hatte, war die Aufregung weg, weil mir die Jury das Gefühl gegeben hat, dass sie sich einfach auf einen schönen Vortrag freut.“ Ihr großer Fleiß und das intensive Üben haben sich ausgezahlt: „Im ersten Moment konnte ich das Ergebnis gar nicht glauben. Ich war völlig überwältigt. Jetzt bin ich sehr stolz und freue mich einfach, dass meine Musik so gut angekommen ist.“

Der Wettbewerb zeigte einmal mehr: Er ist weit mehr als ein Leistungsvergleich – er ist eine wichtige Etappe in der musikalischen Entwicklung junger Talente. Neben der intensiven Vorbereitung lernen die Teilnehmenden, ihre Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln und mit Drucksituationen umzugehen. „Ich habe gelernt, wie man punktgenau auf einen Termin hin übt und dass sich Fleiß immer auszahlt“, fasst Aurelia ihre Erfahrungen zusammen.

Ein junger Mann spielt Klarinette. Er trägt schicke schwarze Kleidung und hinter ihm ist ein Flügel zu sehen.
Nils Pilgram während seines Wettbewerbs-Vortrags auf der Klarinette.
Ein Mädchen in schicker schwarzer Kleidung spielt Saxophon vor Publikum.
Aurelia Rauch durfte die Urkundenverleihung musikalisch umrahmen.

Optimale Bedingungen im neuen Austragungsort

Auch die Rahmenbedingungen trugen maßgeblich zum Gelingen des Wettbewerbs bei. Das Gymnasium Carolinum in Ansbach erwies sich als idealer Austragungsort. „Das Carolinum ist eine tolle Location, da Einspielen und Vortrag auf einer Ebene stattfinden konnten“, berichtet Organisatorin Tanja Domes. Die kurzen Wege und die durchdachte Organisation sorgten für einen reibungslosen Ablauf und eine entspannte Atmosphäre bei der Premiere in Ansbach. Auch abseits der Wertungssäle fühlten sich Teilnehmende und Jury bestens aufgehoben: Dank des engagierten Elternbeirats stand in der Cafeteria eine vielfältige Verpflegung bereit, die zum Verweilen einlud, ohne den Wettbewerbsablauf zu stören. Diese positiven Rahmenbedingungen spiegelten sich auch in der Stimmung wider: „Durch die gelungene Location war alles sehr entspannt und organisiert, die Juroren und die Teilnehmer waren gleichermaßen zufrieden“, so Domes.

Ergebnisse des Wettbewerbs auf der NBMB-Homepage

Der Nordbayerische Musikbund gratuliert Aurelia und allen anderen Wettbewerbsteilnehmenden herzlich zu ihren herausragenden Leistungen. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement sich junge Musikerinnen und Musiker diesen Herausforderungen stellen und daran wachsen. Alle Ergebnisse des Wettbewerbs gibt es auf der NBMB-Homepage im Bereich „Fortbildung & Wettbewerbe“: www.nbmb.de/fortbildung-und-wettbewerbe/wettbewerbe/soloduo-wettbewerb.

Einige Kinder stehen eng beieinander vor einem Roll-up und halten Urkunden vor sich. Sie lächeln stolz in die Kamera.
Stolze Gesichter bei der Urkundenverleihung.