Im Gleichschritt, …Marsch!

Marschieren sinnvoll und effektiv proben

Quelle: Dominic Johanni

Gleichmäßige Schrittlänge, ein einheitliches Auftreten in Kleidung und Körpersprache, die Präzision in der Bewegung und nicht zu vergessen der Klang in der Bewegung. All diese Aspekte und noch viel mehr in Theorie und Praxis behandelte der Lehrgang „Im Gleichschritt, … Marsch!“ am 25. April 2026 im mittelfränkischen Velden.

Den Vormittag startete Christoph Ahlemeyer mit seinem Team mit einer spannenden Reise durch die Theorie der Marschmusik. Neben der Evolution der Marschmusik wurden auch die Bedeutung und Wirkung von Musik in Bewegung und die Methodik einer Marschprobe intensiv behandelt.
Die Teilnehmenden aus dem Nordbayerischen Musikbund (NBMB) und dem Musikbund Ober- und Niederbayern (MON), allesamt Dirgenten oder Formalausbilder in ihren Heimatvereinen, bekamen Einblicke in die Entstehungsgeschichte der heutigen Marschformationen. Vom „Wilden Haufen“ der Landsknechte bis hin zu den heutigen militärischen Marschformationen erläuterte Ahlemeyer, auch anhand historischer Trompetensignale, die Entstehung unseres heutigen Verständnisses von Marschmusik.

„Gibt es „das eine“ Marschtempo, wie wirkt sich eine unterschiedliche Schrittlänge aus und welche Bedeutung und Wirkung hat die Musik in Bewegung? Wo lasse ich meine Posaunen idealerweise laufen?“ Auf diese und viele andere Fragen gab es anhand der gespielten Musik Vorschläge und Tipps zu unterschiedlichen Marschformationen. Im regen Austausch konnten die Teilnehmenden bis zur Mittagspause ihre bisherigen Erfahrungen vertiefen und einen neuen Fokus auf die Probenmethodik und -didaktik werfen.

Neben einer Leinwand stehen zwei Roll-ups. Auf der Leinwand ist eine Präsentation zu sehen mit der Aufschrift "Im Gleichschritt, Marsch!".

Der Nachmittag stand komplett im Zeichen der Praxis. Zusammen mit der Stadtkapelle Velden als Lehrgangsorchester konnte das vorher in der Theorie erlernte direkt in der Praxis umgesetzt werden. Die Instrumente durften dann auch gleich auf Seite gelegt und gegen gelbe Tennisbälle getauscht werden. Mit dieser Methode konnte ein ganz neues Körpergefühl in der Marschformation beobachtet werden.

Zum Abschluss des Tages wurde es für die Teilnehmenden dann ernst. Während Ahlemeyer das Orchester durch einen kleinen Marschparcours leitete, wurden die neuen Marschausbilder am Orchester angeleitet, wie sie die Formation stabilisieren und von außen Impulse geben können. Der Blick von außen hat den Teilnehmenden eine teilweise neue Sicht auf die Marschformation geöffnet, die sich bisher oft nur im Rücken des Dirigenten abgespielt hat. Vielen Dank an die Stadtkapelle Velden, die sich mit viel Geduld und Spaß als Lehrgangsorchester führen ließ.

Auf einem großen Platz stehen viele Menschen in einer Reihe. Vor ihnen stehen einige Warnkegel.