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Blasmusik in allen Facetten beim Neujahrskonzert der Jugendblaskapelle Nabburg

Bezirk: Oberpfalz - Kreisverband: Schwandorf

Der "Restart des Orchesters zurück zum alten Niveau" ist nach drei Jahren Zwangspause erfolgreich gelungen. 600 Besucher genossen das Neujahrskonzert der Jugendblaskapelle Nabburg und dankten den 80 Musikern mit stehendem Applaus.

Unter dem Arbeitstitel „Restart des Orchesters – zurück zum alten Niveau“ begann die Probenarbeit der Jugendblaskapelle Nabburg für das Neujahrskonzert bereits im Oktober. Die Arbeit zahlte sich aus: In der Nordgauhalle bedankten sich laut einer Mitteilung der Jugendblaskapelle rund 600 Zuhörer mit stehenden Ovationen für die gelungenen Darbietungen der 80 Musiker. Die beiden Formationen – Jugendblasorchester und Nachwuchsensemble –zeigten fast drei Stunden unter ihren beiden Dirigenten Markus Ferstl und Markus Koppmann, dass sie sehr wohl in der Lage sind Bläsermusik der verschiedensten Stilrichtungen mit großer Spielfreude zu beherrschen.

Mit „The Book of Love“ des amerikanischen Singer-Songwriters Stephin Merritt eröffnete das große Konzertorchester den Abend. In „Virginia“ beleuchtete Jacob de Haan drei bedeutende Zeitabschnitte dieses US-Staates: Kolonisation, Sklaverei und Bürgerkrieg. Die bewegenden Ereignisse wurden von der Formation in lebhafte, dann wieder langsame, kämpferische, friedvolle, melancholische und schließlich optimistisch stimmende Musik umgesetzt.

Erinnerung an historische Seeschlacht
Sprühend vor Energie zeigten sich die Interpreten bei „The Legend of Maracaibo“, dem Flaggschiff der spanischen Armada. José Alberto Pina vertonte die Geschichte der „Santo Christo“, die beladen mit Gold und Silber in der historischen Seeschlacht bei Vigo in Spanien vor mehr als 310 Jahren sank. „Leichtes Blut“ von Johann Strauß verzauberte mit seiner Schnellpolka Mitte des 18 Jahrhundert nicht nur in Wien und Paris sondern auch in Nabburg. Teile des Werkes verwendete Adolf Müller in der Operette „Wiener Blut“.

In „Fantastica“ bewies nicht nur Komponist Martin Scharnagl viel Geschick, auch die Musikerinnen und Musiker unter der Regie von Markus Ferstl setzten die abwechslungsreiche Fantasie für Blasorchester gekonnt in Form einer strahlenden Fanfare um. Passend zu Weihnachten und Silvester war das Stück „Im Glanz der Sterne“ von Franz Watz. Mit diesem mitreißendem böhmischen Konzertmarsch ging es in die Pause.

Den zweiten Teil des Abends eröffnete das Nachwuchsorchester mit „The pink Panther“ aus der Feder von Henry Mancini. Bei „Coldplay Classics“, einem Arrangement von Michael Brown, präsentierte die Formation die Musik der beliebten Band. Klanggewaltig meldete sich das Jugendblasorchester mit „Musik liegt in der Luft“ von Heinz Gietz zurück. Dies war die Titelmusik einer beliebten TV-Show, die zwischen 1991 und 1998 im deutschen Fernsehen lief. Mit Filmmusik ging es auch weiter: „Backdraft“ von Hans Zimmer.

Musikalische Reise nach Kuba
Mit „Night in Havana“ erwies Lars Ericson dem kulturellen Leben dieser Stadt mit seinem Cha-Cha-Cha seine musikalische Referenz. Beim gleichen Komponisten im Werk „The Wellerman Comes“, einem weltbekannten Seemannslied, dessen Ursprünge in Neuseeland liegen, zeigte sich die Kapelle bestens aufgelegt beim Arrangement für Blasorchester.
Eine abwechslungsreiche und zugleich repräsentative Mischung deutschsprachiger Hits des so populären Jahrzehnts waren in „80erKULT(tour)2“enthalten, die Thiemo Kraas für einem zweiten Revueteil arrangierte. Nicht fehlen durfte der neueste Knaller der Egerländer Rebellen aus der Feder von Lukas Bruckmeyer, die „Paula“-Polka. Nach den Zugaben "Hey Jude“ von den Beatles und dem obligatorischen „Rainer Marsch“ endete das Neujahrskonzert. Musikerin Nadine Plößl moderierte und führte gekonnt durch das mehrstündige Programm.